DURCHHALTEN

LUST AM LIMIT: NUR START UND ZIEL SIND FESTGELEGT, DAZWISCHEN REGIERT DIE IMPROVISATION – EINE EXPEDITION IST MEHR ALS EINE ABENTEUERREISE.

Gerade hat hier jemand die Zeit angehalten. Nein, sie wurde zurückgedreht. Der Ameisenhaufen namens Stadt ist verschwunden, all der lärmende Verkehr und die vielen Menschen, all die hektische Geschäftigkeit der Moderne. Kein Gestank mehr, keine Enge, stattdessen eine neue Kulisse, in der die Aussenbordmotoren mit ihrem sonoren Brummen die einzige Tonspur liefern. Nach dem Zeitstrudel ein paar Kilometer hinter dem Pilger-Mekka Haridwar sieht man am Ufer lange Zeit erst einmal keine Seele, dann einen Bauern mit seinem Karren voller Schilf, über den Acker gezogen von zwei blütenweissen Zebu-Rindern, ein Stillleben wie von Caspar David Friedrich. Im dunstigen Hintergrund lauern die Ausläufer des Himalaya, dazwischen liegen nur Felder in Schattierungen monsungetränkten Grüns. Was hier so schlagartig beginnt, ist die Ouvertüre eines Panoramafilms, eines dreidimensionalen Streifens mit 2 521 Kilometern Überlänge. Vor einem, Herausforderung und Ziel zugleich, liegt für

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