SCHLAFEN

1001 NACHT ALS BETTFLÜCHTLING: FERN VOM EIGENEN ZUHAUSE GERÄT DAS SCHLAFEN IN FREMDER UMGEBUNG ZU EINEM DIE SINNE BETÖRENDEN ERLEBNIS.

Die Stille ist überall. Sie legt sich wie ein dunkler Vorhang über die unberührte Landschaft, in der sich nichts zu regen scheint, in der nur die grosse Leere herrscht. Alles hält in dieser Nacht den Atem an, selbst die Insekten haben ihr abendliches Konzert beendet. Nur ab und an streicht der Wind sanft über die Zeltplanen, ein kurzes Flattern, dann herrscht wieder Schweigen. Es ist derart ruhig, dass man aufwacht und irritiert nachschaut, ob da draussen wirklich nichts ist ausser einem selbst und der Weite der Natur. Doch was sich in diesem Moment bewegt, ist nur am Ende der Sandbank träge der Fluss und oben am Himmel die Sternschnuppe aus der galaktisch funkelnden Diamantenkollektion.

Nach einer derart zauberhaften Nacht des Campings am Ganges ist man geheilt vom Mittelmass, das einem auf Reisen manchmal zu später Stunde begegnet. Es gibt eben nicht nur verglaste Hutschachteln, kleinkarierte Bettenbunker und austauschbar seelenlose

Weitere Themen