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Eine Reise nach Tschernobyl zwischen Erschütterung und Hoffnung

Wie nur wenige andere Wörter beschwört der Name Tschernobyl Tod, Verderben und Ödnis herauf. Er ist weltweit in das kollektive Gedächtnis eingebrannt als Sinnbild der möglichen Gefahren des technischen Fortschritts, der nur Heilsbringer sein kann, solange er sich der menschlichen Kontrolle nicht entzieht. Hier, im Norden der Ukraine, hat er stattgefunden, der grösste anzunehmende Unfall, ist die Schreckensvision einer nuklearen Katastrophe wahr geworden, die Tausende Menschen das Leben gekostet und eine ganze Region auf Jahrhunderte hinaus unbewohnbar gemacht hat. Ausgerechnet hierher also, an diesen Ort der Verwüstung, führt eine Reise aus dem ananea-Programm, die in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Green Cross durchgeführt wird.

Welche Motivation hatte Kuoni, Reisende mit dieser Katastrophe zu konfrontieren? Und was wiederum erwarten und finden unsere Gäste auf einer solchen Reise? Ein Besuch von Tschernobyl ist eine Grenzerfahrung für den Reisenden und ein Wagnis für einen Reiseveranstalter. Wir sind dieses Wagnis eingegangen, weil wir unseren Anspruch nach Authentizität ernst nehmen und weil wir finden, dass ein Reiseveranstalter seinen Gästen, will er ihnen wirklich die Vielfalt der Welt mit all ihren Facetten zeigen, auch schwierige oder unbequeme Ziele nicht vorenthalten darf. Eine Reise wie diese lässt uns verändert, vielleicht sogar gewachsen

zurückkehren, und ermöglicht uns aussergewöhnliche Begegnungen und Erlebnisse, die unser Bewusstsein verändern können.

Ein Besuch in Tschernobyl ist lehrreich und die Bandbreite gegensätzlicher Erfahrungen gewaltig. Da ist die Fassungslosigkeit angesichts des zerstörten Reaktors, der nur notdürftig mit einem Schutzmantel aus Beton umgeben wurde und dessen einstmals zerstörerisches Potenzial man immer noch erahnen kann. Auch die
Zeugnisse des tödlichen Kampfes liegen noch verstreut herum, den die Helfer

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